SOLTEK REBORN #18 – Ort ohne Wiederkehr

Die Tortürsteherin musterte ihn kurz und gab mit einem freundlichen Nicken den Weg frei. Heiligtum stand in neon roten Lettern über dem Eingang. Ein schwerer dunkelblauer Teppichvorhang dämpfte die aus dem Inneren des Tempels zu vernehmenden Lust und Freudenschreie die sich mit heftigst pulsierende Basskicks mit tripppel getriggerten Orgelschwellern mischten. Das verheissungsvollste sexy-time sound environment das er jemals vernommen hatte verhalf seinem Lingam in Nullzeit zu einer sehr offensichtlichen Poserhaltung. Soltek verharrte einen Moment um das Holoid zu geniessen und dann trat er ein. Die Luft fühlte sich warm, weich und wohlig an. Er entledigte sich seiner Montur und übergab sie einer ihn freundlichen anlächelnden Geistin, die gleich einer orientalischen Tanznymphe von dannen schwebte nicht ohne ihm ein augenklimperndes „Amüsier Dich gut“ zuzuzwitschern. 

Sein Meister hatte ihn stets vor dem Besuch des Heiligtums abgeraten, aber nach dem letzten Schockwellendesaster war sein Vertrauen in das Dogma des Protokolls von Grund auf erschüttert und er fragte sich seit dem, ob nicht das exakte kategorische Gegenteil aller Glaubensgrundsätze die bessere Wahrheitswahl sei. Er beschloss sich selber ein Bild zu machen und diesem spezialisiertem Multiversum auf den Grund zu gehen. Was lag näher auf der Hand als ein Besuch des Heiligtums? Da war er nun, bereit und definitiv aufgeregt. Er überlegte noch zwischen einem Rundgang oder lieber erst mal an die Bar,….als sich eine Hand auf seine Schulter legte, oder besser gesagt, etwas das sich im ersten Eindruck wie eine sanfte, liebevolle Hand anfühlte und eine Stimme wie er sie noch nie vernommen hatte in einer Sprache die er noch nie gehört hatte, ihm eine Melodie ins Ohr sprach, die, kaum das er sie vernahm, seine Realitäts-Orientierung atomisierte. Er sah wie sein letzter Gedanke in der Ferne entschwand und ein Raum der Leere die Plätze der Pläne einnahm. Es war leerer als leer, ein Nichts im Leer von Allem. Einzig der Atemwellen Strom gab seinem Körper einen Funktionszusammenhang und vor all dem Nichts stand immer noch eine Stele aus Fleisch und Blut, sein Jadestab der ewigen Glückseligkeit, entgegen. Er war angekommen um zu gehen und aller Gedanken entledigt gab es keinen Grund, sich die Gunst des Moments zu versagen.n Und da war sie. Die Schlange des Lebens  küsste ihn direkt in das Zentrum seiner Mitte und entzündete den Flammenfunken seines Urschalls lehrbuchmässig exakt am unteren Amplituden-Umkehrpunkt. Sein Essenzcode polyplizierte sich gegen unendlich während der ringförmige Schirm sich prächtig entfaltete. Unendliche Schnittmengen zahlloser Wellenformen bildeten ein kohärentes Feld komplementärer Charaktere. Sein Wesen erlöste sich und Soltek wurde eins mit Allem und das Alles assimilierte seine Art. 

Pausenzeit dachte sich die Tortürsteherin. Wie gut das ich mit dem Rauchen aufgehört habe und biss in einen Apfel während sich das Eingangsschild wie von Geisterhand gezeichnet umschrieb: „Willkommen am Ort ohne Wiederkehr“.

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SOLTEK REBORN #18 – Point of no return

The portal-bounceress gave him a quick glance and cleared the way with a friendly nod. Sanctuary stood in neon red letters above the entrance.

SOLTEK REBORN #18 – Ort ohne Wiederkehr

Die Tortürsteherin musterte ihn kurz und gab mit einem freundlichen Nicken den Weg frei. Heiligtum stand in neon roten Lettern über dem Eingang.

SOLTEK REBORN #17 – Der Programmierer

Soltek hatte den Tee noch nicht zu Ende gezent, als er das Klappern in der Kiste zum ersten Mal hörte und was er erhörte, gefiel ihm so richtig gar nicht.

SOLTEK REBORN #16 – Das warme Bier

…konnte zum wiederholten Mal nicht das passieren, was passieren musste und wieder einmal wurde das Bier warm, obwohl es deutlich gegen das kosmische Großgrundgesetz verstieß, das in aller Deutlichkeit die Existenz von warmen Bier untersagte.

SOLTEK REBORN #15 – Janus

Er musste zugeben dass er vor lauter definitiver Sogschubfreuden den faktischen Überblick über seine kosmische Positionierung temporär aus den Augen, aus den Sinnen verloren hatte.

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